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Das Zimmer des Sohnes ist Teddyfreie Zone
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Nur das Zimmer des Sohnes
ist teddyfreie Zone

Chrsta Junge aus Biesdorf ist begeisterte Sammlerin der Plüschtiere und widmet ihrer Leidenschaft eine eigene Homepage.

Max war der Erste. Der Bär mit dem abgegriffenen hellbraunen Fell und den dunklen Knopfaugen ist Nestor einer fast 400-köpfigen Teddyschar. So viele Bären aus Plüsch, Samt und Stoff hat Christa Junge (45) aus Biesdorf-Nord inzwischen ihrem Kindheitsgefährten an die Seite gegeben. Vor etwa drei Jahren entwickelte sich aus der Begeisterung für Spielzeugbären eine Leidenschaft. Die Invalidenrentnerin wurde zur Sammlerin, und die Vier-Zimmer-Wohnung im Elfgeschosser an der Wuhlestraße hat einen leicht musealen Touch bekommen: Überall sind Bären unterschiedlicher Größe gut sichtbar platziert – in Regalen, auf der Couch, in einem Puppenwagen auf dem Flur, selbst im Bad und im Hobbyraum. "Nur das Zimmer meines Sohnes ist teddyfreie Zone", sagt Christa Junge.

Stefan, der 20-jährige Informatik-Azubi, teilt Mutters Sammelleidenschaft nicht. Doch zum Geburtstag oder zu Festen wartet er mitunter mit einem Bären auf. Ebenso ihr 50-jähriger Ehemann Dietmar. "Eigentlich hat er schon mehrfach bemerkt, ich sollte mich jetzt zügeln, sonst müssten wir noch anbauen", sagt Christa Junge. Doch dann habe Weihnachten wieder ein Bärchen auf dem Gabentisch gelegen.

Stefan hilft seiner Mutter auch, ihre Sammlung weltweit bekannt zu machen: Auf der familieneigenen Homepage gibt es unter der Adresse http://www.juber.de Wissenswertes über das Wesen der Plüschtiere und deren Entstehungsgeschichte. "Der Teddy ist eine deutsche Erfindung", sagt Christa Junge. 1902 erblickte er im Hause Steiff in Giengen (Baden-Württemberg) das Licht der Welt. 1907 wurden fast eine Million Teddybären hergestellt, 90 Prozent davon gingen nach Amerika. Zwar wurden bei Steiff schon ab 1899 Bären produziert. Die waren jedoch den echten Bären – auf vier Pfoten gehend – nachempfunden, sagt die Kennerin, die eine ganze Regalreihe mit Fachliteratur gefüllt hat.

Für Christa Junge ist nicht jeder Teddy ein begehrtes Sammelgut. Sie hat sich auf alte Bären vor 1960 spezialisiert, vor allem auf DDR-Bären aus dem thüringischen Sonneberg und auf die so genannten Werbeteddys. Denn Unternehmen, Städte und sogar Länder nutzten die Sympathieträger. Sammlerstücke bekommt die Mittvierzigerin geschenkt, sie tauscht, ersteigert oder wird auf Flohmärkten fündig. Jeden Sonnabendmorgen fahre sie los, um nach Raritäten zu gucken. Erst danach, sagt sie, wird gefrühstückt.

220 ihrer Teddybären sitzen noch bis zum 31.Januar im Schaufenster der Wuhletal-Apotheke an der Garzauer Straße. Ganz begeistert war Inhaber Roland Falk von der Idee seiner Stammkundin. "Die Kinder bekommen leuchtende Augen, wenn sie vor unserem Fenster stehen", sagt der 37-Jährige.

aus: Berliner Zeitung
Datum: 22./23.01.2000
Autorin: Birgitt Eltzek



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